Unsere Eintracht

Alles zu den Adlerträgern!
  1. [quote=2cvrs] Es geht mir darum, ob wir langfristig mit den Verschiebungen der Werterelationen, die die Omnipräsenz des Themas "Corona" mit sich gebracht hat, leben möchten. [/quote] Ich sehe keine Verschiebung. In meinen Werterelationen stehen Menschenleben wesentlich weiter oben als der Besuch von Weinfesten. Deine Argumentation mit den Krankenhauskeimen kann ich nachvollziehen. Das ist aber eher ein Problem des nicht nachhaltig genug betriebenen Gegensteuerns, was wir ja auch bei anderen Problemen beobachten (Klimawandel). [quote=2cvrs] Mich besorgt es, wenn ein reflektierter und besonnener Mensch wie WA mit Hinweis auf die nicht geimpften Kinder die  Aufrechterhaltung bestehender Einschränkungen für sich persönlich akzeptabel erachtet. Und darum hatte ich die Fragen gestellt: "Wo ist für dich die Grenze? Möchtest du dem Gesundheitsschutz künftig alles unterordnen, was dir bisher im Leben Freude bereitet hat?" [/quote] Was heißt hier "möchten". Das möchte ich natürlich nicht. Wenn es aber notwendig ist, wäre ich bereit dazu. Mehr noch: ich wäre noch zu wesentlich radikaleren Maßnahmen bereit. Denn umso wirkungsvoller wären diese und der Spuk wäre schneller vorbei. Und die Zeitdauer der einzelnen und auch dynamischen (s. skyeagle) Maßnahmen wäre jeweils wesentlich kürzer. Wobei du dann natürlich wieder mit dem "Wir-können-es-nicht-alleine-schaffen"-Argument kommst. Was für mich keines ist. Das ist es schon beim Klimawandel nicht. Eine Pandemie muss man als gesamtgesellschaftliche Herausforderung begreifen, eine globale Pandemie dann eben als globale Herausforderung. Und nochmals: man sollte angesichts der Corona-Pandemie nicht nur die Wertigkeit von Maßnahmen überprüfen, sondern auch mal die Wertigkeit all der Dinge hinterfragen, die wir hier so bedroht sehen, weil wir sie schon als selbstverständlich erachten. Das sind sie nämlich nicht. Noch nicht einmal ein Stadionbesuch.
  2. [quote=skyeagle] Wir sind hier jetzt eigentlich auch eher in der fundamentalen Corona-Diskussion und eigentlich müsste das im D&D stehen, dennoch diek urze Rückfrage: Was genau ist denn Dein Problem? [/quote] Guten Morgen skyeagle, meine Ausführungen waren in erster Linie eine Reaktion auf die Gedanken von WA und bezogen sich nicht auf meine Einschätzung der Angemessenheit aktueller Coronamassnahmen. Es geht mir darum, ob wir langfristig mit den Verschiebungen der Werterelationen, die die Omnipräsenz des Themas "Corona" mit sich gebracht hat, leben möchten. Und, ich erwähnte es, das ist natürlich auch in meinem Freundeskreis ein sehr emotional und kontrovers diskutierter Punkt. Mich besorgt es, wenn ein reflektierter und besonnener Mensch wie WA mit Hinweis auf die nicht geimpften Kinder die Aufrechterhaltung bestehender Einschränkungen für sich persönlich akzeptabel erachtet. Und darum hatte ich die Fragen gestellt: "Wo ist für dich die Grenze? Möchtest du dem Gesundheitsschutz künftig alles unterordnen, was dir bisher im Leben Freude bereitet hat?" Bitte mach dir die Mühe und lies es unter diesem Gesichtspunkt nochmal durch. Wenn mein Problem dann noch unklar sein sollte, lass es mich wissen.
  3. [quote=2cvrs] [quote=WuerzburgerAdler] [quote=derUlukai] [quote=Vael] [quote=Basaltkopp] [quote=Diegito] Ab September/Oktober dann mit Vollauslastung [/quote] Hast Du das nicht letztens Jahr auch schon geschrieben? [/quote] Ich bleibe erst mal dabei, alles durchimpfen, und ein wenig abwarten wie die Varianten auf die Impfstoffe reagieren, es kommen immer mehr und mehr neue dazu und irgendwann haste nen Bastard, den die Impfstoffe scheiß egal sind. [/quote] Das heißt, wir verzichten einfach weiter so lange auf Freiheiten, bis neue Mutationen stark genug sind, dass wir die Freiheiten sowieso wieder einschränken müssten? Macht natürlich Sinn.. [/quote] Nein. Die Idee ist, die Fallzahlen, sprich Infektionen, so niedrig zu halten, dass eine Mutation sich nicht verbreiten, geschweige denn durchsetzen kann. Das ist was anderes. [/quote] Das ist ein Punkt, den wir natürlich auch im Freundeskreis sehr konfrontativ diskutieren. Worauf ich aber noch nie eine für mich akzeptable Antwort bekommen habe: Wir leben in Deutschland nicht in einer Blase. In der Welt werden sich mit grösster Wahrscheinlichkeit unzählige Mutanten entwickeln und verbreiten. Wie lange seid ihr bereit, einen grossen Teil dessen, was ihr am Leben liebt, der Zielsetzung "Minimum Covid" unterzuordnen? [/quote] Wenn es sein muss ein Leben Lang? Wobei ich in Sachen Impfstoff und Heilungsmöglichkeiten eher davon ausgehe das sich Covid in spätestens 10 Jahren erledigt hat als Pandemietreiber.... allerdings kommen irgendwann dann halt andere Krankheiten.
  4. Aber nicht die Immunisierten (Durchgeimpft und Genesenen) Die sollten dann schon wieder uneingeschränkt Ihre Bürgerrechte/Freiheitsrechte zurück erhalten und auch ins Stadion gehen dürfen. Darum ging es wohl den zwei Usern in Ihren postings
  5. Speziell hier: Wer meint, für die EM quer durch Europa fliegen und sich speziell in Budapest in ein ausverkauftes Stadion setzen zu müssen, der hat anschließend auch noch zwei Wochen Zeit, um seine Mitmenschen vor ihm zu schützen.
  6. [quote=derUlukai] Deine Lösung wäre also eine Mauer um Deutschland herum zu errichten und niemanden mehr raus und rein zu lassen, auf dass ja niemand irgendwann mal eine mögliche Killermutante einschleppen kann? [/quote] Nein. Aber man kann frühzeitig die Einreise aus Ländern beschränken, in denen sich neue Mutationen stark ausbreiten. Bisher wurde das nur sehr halbherzig gemacht und auch erst, nachdem in nahezu allen Bundesländern die Mutante schon nachgewiesen wurde. Dann bringt das auch nicht mehr so viel. Und Urlaubsrückkehrer sollte man, je nach Reiseziel, direkt in Quarantäne schicken. Was man natürlich vorher kommunizieren muss.
  7. [quote=2cvrs] Das ist natürlich philosophisch, wenngleich von existentieller Bedeutung für unser Zusammenleben. Stellen wir den Schutz der Gesundheit bedingungslos über alles? So haben wir bislang nicht gelebt. Und diese Haltung wurde, zumindest in der Öffentlichkeit, erst durch Corona hervorgebracht. Wir nehmen es beispielsweise seit vielen Jahren hin, dass sich (Schätzungen des RKI zufolge) jährlich etwa eine halbe Million Menschen mit multiresistenten Keimen in unseren Kliniken infizieren, unter teilweise schwersten Spätfolgen leiden und geschätzte 15.000 von ihnen jährlich sterben. Das wäre zu verhindern. Wir müssten nur klären, zu klären, ob die notwendigen Hygienemassnahmen durch die Krankenkassen oder mittels Steuergeldern finanziert werden. Jetzt machen wir uns Gedanken darüber, ob wir unser Land weiter stillstehen lassen wollen, weil Kinder unter 12 Jahren (laut RKI sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen unter 19 Jahren in Deutschland an Corona verstorben) zur Zeit keinen Impfschutz bekommen können? Der mediale Fokus auf das Thema hat einige Relationen verschoben. Aber deine Antwort spart die beiden zentralen Punkte meiner Fragestellung aus: Warum glaubst du, der Spuk wäre zu Ende, wenn wir in Deutschland striktere Massnahmen ergriffen hätten? Das ist kein nationales Problem. Und die zweite Frage: Wenn wir uns tatsächlich dafür entscheiden sollten, dem Gesundheitsschutz bedingungslos alles unterzuordnen: Bist du dazu bereit, künftig auf Nähe zu Freunden, Umarmungen, Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Sportwettkämpfe, Weinfeste, kurz alles, was aus meiner Sicht unser Leben bereichert, zu verzichten? Solange die Gefahr besteht, sich mit irgend einem gefährlichen Krankheitserreger zu infizieren? Wo ist die Grenze? Schliessen wir uns künftig ein, wenn eine schwere Grippe-Epidemie droht (Die letzte hat in Deutschland 25.000 Opfer gefordert)? Wieviel "normales" Lebensrisiko sind wir bereit hinzunehmen? Mir bereitet die schleichende Preisgabe vieler Werte, die mir persönlich essentiell wichtig sind, mittlerweile ganz erhebliche Sorgen. [/quote] Im D&D hab ich schon nicht verstanden, was SHs Problem ist und hier verstehe ich auch wieder nicht, was Dein Problem ist. Es ist doch nicht einen Tag lang die Gesundheit über alles andere gestellt worden. Sicherlich hast Du das nur überspitzt so geschrieben, denn dass man das wirklich so empfindet oder empfand, mag ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es wurde doch seit Beginn der Pandemie zwischen den jeweiligen Maßnahmen, den dadurch eingeschränkten Rechten abgewogen, die Sinnhaftigkeit jener Maßnahmen wurde und wir seit Beginn diskutiert, kritisiert etc. Würde man wirklich die Gesundheit über alles stellen, so hätte man doch, ausschließlich bezogen auf Corona, ganz ganz anders handeln müssen. Dann hätte meine keine hohen Todeszahlen über Monate hinweg hinnehmen dürfen, keine Intensivstationen auf Anschlag dulden dürfen. Ich kann gut verstehen, dass man viele Eintscheidungen in Sachen Coronapolitik nicht gut findet, dass man sich andere Lösungen gewünscht hätte, dass man Missstände und Fehlentscheidungen klar bennent. Aber eine Diskussion zu führen, ob wir jetzt dem Gesundheitsschutz alles unterordnen wollen, die ist für mich ganz weit weg und faktisch auch nicht gegeben, weil wir von solch einem Szenario meilenweit entfernt sind. RT hat es doch schon ganz kurz formuliert. Hier ist doch keinerlei Stillstand ersichtlich. Einerseits stand dieses Land nicht still, dazu kann man nun glücklicherweise nicht nur mit Einschränkungen der Pandemie begegnen, sondern mit einer Impfung, dazu kommen seit Wochen erhebliche Rücknahmen der Einschränkungen. Für mich klingt das eher dynamisch. Wir sind hier jetzt eigentlich auch eher in der fundamentalen Corona-Diskussion und eigentlich müsste das im D&D stehen, dennoch diek urze Rückfrage: Was genau ist denn Dein Problem?
  8. [quote=2cvrs] Jetzt machen wir uns Gedanken darüber, ob wir unser Land weiter stillstehen lassen wollen [/quote] Ich sehe hier keinen Stillstand.
  9. [b][size=24]FNP[/size][/b] https://www.fnp.de/frankfurt/neues-futter-fuer-die-eintracht-fans-90808826.html [b]Neues Futter für die Eintracht-Fans[/b] {color:#ff0000}Coronabedingt wartet die Cateringfirma Supreme noch auf die Feuertaufe im Waldstadion von Eintracht Frankfurt.{/color}
  10. [b][size=24]Eintracht[/size][/b] https://fans.eintracht.de/news/da-haben-mir-die-knie-geschlottert-133498 [b]„Da haben mir die Knie geschlottert“[/b] {color:#ff0000}In der neuen Podcast-Folge spricht Andreas „Gerre“ Geremia über sein erstes Stadionerlebnis, die Liebe zur Eintracht wie zur Musik und ganz besondere Pokalerinnerungen.{/color} https://fans.eintracht.de/news/gastro-aktion-unsere-eintracht-unsere-kultur-gestartet-133503 [b]Gastro-Aktion „Unsere Eintracht. Unsere Kultur.“ gestartet[/b] {color:#ff0000}Fans können mit dem Kauf eines Supporter-Shirts ausgewählte Gastronomien in der Coronapandemie unterstützen.{/color} https://profis.eintracht.de/news/klare-niederlage-fuer-sow-und-zuber-133499 [b]EURO: Sow und Zuber unterliegen Italien[/b] {color:#ff0000}Vor allem der Linksaußen der Eintracht belebt nach seiner Einwechslung die Offensive, gegen Italien ist beim 0:3 dennoch nichts zu holen.{/color}
  11. [quote=WuerzburgerAdler] Da betreten wir jetzt aber schon den philosophischen Bereich. Was ist das, was wir am Leben lieben, wert im Vergleich zu den Opfern einer Pandemie? Oder, nächste Frage: wer bestimmt die Wertigkeit von, sagen wir: Urlaubsreisen, Stadionbesuchen, unbeschränkten Kontakten? Gleich die nächste Frage hinterher: ist es nicht die Pflicht eines jeden Landes, alles zu tun, um die Verbreitung von Mutationen einzudämmen? Oder: wer sorgt dafür, dass die "neuen" vulnerablen Gruppen (Kinder bis 12, Menschen, die sich nicht impfen lassen können) hinreichend geschützt werden? Das ginge wohl nur durch extrem niedrige Fallzahlen. Vielleicht ist ja eine vorübergehende 2-Klassen-Gesellschaft (vollständig Geimpfte dürfen, andere nicht) eine Lösung. Ich bezweifle es. Für mich persönlich ist es kein Problem, die Maßnahmen noch weiter aufrecht zu erhalten. Ich würde aber auch niemandem etwas neiden, wenn derjenige mehr "darf" als ich. Aber da kann ich nur für mich sprechen. Meine Lösung wäre ohnehin eine wesentlich radikalere (gewesen): je striktere Maßnahmen und je disziplinierter die Menschen, desto schneller wäre der Spuk vorbei (gewesen). [/quote] Das ist natürlich philosophisch, wenngleich von existentieller Bedeutung für unser Zusammenleben. Stellen wir den Schutz der Gesundheit bedingungslos über alles? So haben wir bislang nicht gelebt. Und diese Haltung wurde, zumindest in der Öffentlichkeit, erst durch Corona hervorgebracht. Wir nehmen es beispielsweise seit vielen Jahren hin, dass sich (Schätzungen des RKI zufolge) jährlich etwa eine halbe Million Menschen mit multiresistenten Keimen in unseren Kliniken infizieren, unter teilweise schwersten Spätfolgen leiden und geschätzte 15.000 von ihnen jährlich sterben. Das wäre zu verhindern. Wir müssten nur klären, zu klären, ob die notwendigen Hygienemassnahmen durch die Krankenkassen oder mittels Steuergeldern finanziert werden. Jetzt machen wir uns Gedanken darüber, ob wir unser Land weiter stillstehen lassen wollen, weil Kinder unter 12 Jahren (laut RKI sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 21 Personen unter 19 Jahren in Deutschland an Corona verstorben) zur Zeit keinen Impfschutz bekommen können? Der mediale Fokus auf das Thema hat einige Relationen verschoben. Aber deine Antwort spart die beiden zentralen Punkte meiner Fragestellung aus: Warum glaubst du, der Spuk wäre zu Ende, wenn wir in Deutschland striktere Massnahmen ergriffen hätten? Das ist kein nationales Problem. Und die zweite Frage: Wenn wir uns tatsächlich dafür entscheiden sollten, dem Gesundheitsschutz bedingungslos alles unterzuordnen: Bist du dazu bereit, künftig auf Nähe zu Freunden, Umarmungen, Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Sportwettkämpfe, Weinfeste, kurz alles, was aus meiner Sicht unser Leben bereichert, zu verzichten? Solange die Gefahr besteht, sich mit irgend einem gefährlichen Krankheitserreger zu infizieren? Wo ist die Grenze? Schliessen wir uns künftig ein, wenn eine schwere Grippe-Epidemie droht (Die letzte hat in Deutschland 25.000 Opfer gefordert)? Wieviel "normales" Lebensrisiko sind wir bereit hinzunehmen? Mir bereitet die schleichende Preisgabe vieler Werte, die mir persönlich essentiell wichtig sind, mittlerweile ganz erhebliche Sorgen.
  12. Deine Lösung wäre also eine Mauer um Deutschland herum zu errichten und niemanden mehr raus und rein zu lassen, auf dass ja niemand irgendwann mal eine mögliche Killermutante einschleppen kann? Der Spuk wird in deinen Worten eben leider nicht vorbei gehen, ihm wurde jedoch der Schrecken zunächst erstmal genommen. Die ganze Welt bekommst du nun einmal nicht durchgeimpft, schon garnicht in der Art, dass das Virus dadurch endgültig verschwinden würde. Aber das ist wohl etwas, um es im dies&das weiterzudiskutieren.